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Presse: IKB erhält Hilfe von KfW, Union sperrt sich gegen Staatshilfe


20.03.2008
aktiencheck.de

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Bundestagsfraktion der Union schließt aktuellen Presseberichten zufolge neue staatliche Geldspritzen für die angeschlagene IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306 / WKN 806330) kategorisch aus. Dies berichtet "Spiegel Online" am Donnerstag.

"Es darf keine weiteren Mittel aus dem Bundeshaushalt geben", sagte demnach der Haushaltsexperte der CDU/CSU-Fraktion, Steffen Kampeter. Die im MDAX notierte Mittelstandsbank hatte am Mittag bekannt gegeben, dass sie aufgrund von weiteren Abschreibungen mit zusätzlichen Verlusten von 450 Mio. Euro rechnet. Der IKB-Großaktionär, die staatseigene KfW Bank, hatte in der Folge entsprechende Hilfen angekündigt.


Von dem mittlerweile dritten IKB-Rettungspaket zahlt der Bund 1,2 Mrd. Euro und im Rahmen dieser Aktion wurden bereits 600 Mio. Euro in die IKB gepumpt, so "Spiegel Online". Am heutigen Donnerstag habe die IKB nun weitere 450 Mio. Euro abgerufen, um die zuvor bekannt gegebenen neuen Wertberichtigungen in ihrem riskanten Wertpapierbestand aufzufangen.

Den Angaben zufolge fordert Kampeter deshalb, dass die KfW für ihr Missmanagement bei der IKB selbst geradestehen müsse. Um sich finanzielle Spielräume zu verschaffen, müsse sie eben ihren Projektfinanzierer KfW-Ipex veräußern. Kampeter zufolge könnte dies bis zu 5 Mrd. Euro einbringen. Die öffentliche Haushaltslage lasse es seiner Ansicht nach nicht zu, dass der Bund einspringe.

Die IKB-Aktie notiert derzeit in Frankfurt bei 4,72 Euro (-4,65 Prozent). (20.03.2008/ac/n/d)



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